Fuji-Q Highland

Eigentlich wollte ich diesen Beitrag schon gestern Abend verfasst haben, aber ich war nach drei kurzen Nächten und einem langen, anstrengenden und aufregenden Tag einfach zu erschlagen. Dass ich 15 Stunden geschlafen habe, sagt wohl so einiges aus… Dafür aber jetzt die extra lange und extra motivierte Version des Eintrags!

Gestern Morgen hab ich mich nach 4 Stunden Schlaf aus dem Bett gequält und habe zum Aufwachen erstmal eine Dusche genommen. Warum tut man so etwas? Weil man einen Freizeitpark besucht! Viele unter euch kennen das bestimmt: die Nacht war kurz, aber man freut sich so auf den Freizeitpark, dass einem das egal ist. Vor allem war das hier nicht irgendein Freizeitpark, das war Fuji Q! DER Amusement Park in Japan. Seine Achterbahnen hielten oder halten immer noch einige Rekorde: Die höchste Achterbahn mit 79m (wurde abgelöst), die schnellste mit 172 km/h (wurde abgelöst, aber immer noch schnellste Startgeschwindigkeit), die steilste (121° Gefälle) und der höchste und neueste 4th-Dimension Coaster. Ihr könnt euch also meine Aufregung vorstellen. Vorm Verlassen des Dorms habe ich noch eine Hausarbeit abgeschickt und dann ging es los.: um 5.36 Uhr die Bahn am Heimbahnhof nehmen, um 6.30 Uhr in Shibuya in die Yamanote-Line einsteigen und um 6.45 Uhr in Shinjuku ankommen. Dort mussten dann noch Tickets abgeholt werden und die restliche Truppe eingesammelt werden. Insgesamt waren wir 6 Leute: Miri, Nate, seine Freundin Natsumi, sein Arbeitskollege Shogo, ein anderer Freund namens Yosuke und ich. Pünktlich, wie immer hier in Japan, ging es um 7.10 Uhr mit dem Bus los Richtung Fujiyoshida. Eigentlich hatten wir geplant auf der Hinfahrt zu schlafen, allerdings hat das nicht ganz hingehauen. Der Blick war einfach zu schön. Und wie waren absolut begeistert, dass Schnee lag. Und dass die Berge so schön sind. Und dann waren wir da.
Nein, im Ernst: Mount Fuji ist der schönste und perfekteste Berg, den ich je in meinem Leben gesehen habe. Er sieht aus, als hätte ihn jemand gemalt und dann in die Landschaft gesetzt. Unglaublich. Eines schönen Tages möchte ich ihn tatsächlich besteigen.

Wir kamen gegen 8.45 Uhr in Fujiyoshida an und haben dann ein schönes Frühstücksrestaurant gefunden. Dort wurde ausgiebig gefrühstückt (ich hatte Pizzatoast und hab mir Pommes mit Miri geteilt). Es war ziemlich günstig und die Getränkebar war super. Kaffee, Kakao, Tee, Wasser, Saft, sogar Suppe!
Gegen 9.45 uhr ging es dann zurück Richtung Park. Die ungefähr dritte Schneeballschlacht wurde ausgefochten und wir hatten alle unglaublich gute Laune. Nach dem Tickets ausdrucken ging es dann rein und wir mussten entscheiden, welche Achterbahn wir als erstes nehmen wollen. Dank kurzer Wartezeit ging es auf die Fujiyama – und die trägt ihren Namen nicht umsonst! Bei der Fahrt auf den höchsten Punkt (79m) hat man einen wunderbaren Ausblick auf den schneebedeckten Fuji. Bei der ersten Fahrt war ich zu nervös, um den Ausblick richtig zu genießen; etwas später bei der zweiten dafür um so mehr. Da es bei Achterbahnen aber ja grundsätzlich nicht (nur) um den Ausblick geht, hier das Erlebnis: Wahnsinn. Die längste Achterbahnfahrt meines Lebens und das meinte ich todernst. Die Fahrt dauert gefühlte 4 Minuten und macht unfassbaren Spaß. Nach der Fahrt in der ersten Reihe bei vielleicht 5° über Null hatte ich Tränen in den Augen, aber bei dem ganzen Adrenalin war mir das völlig egal. Das Foto hat mich wunderbar erwischt: mit weit aufgerissenem Mund am Schreien.

Das Wetter war zwar kalt und ein wenig windig, aber in der Sonne war es teilweise doch so warm, dass Miri und ich unsere Jacken aushatten. Das konnte man von den Japanern natürlich nicht erwarten; die haben alle heldenhaft gefroren. Die gute Laune haben wir aber den ganzen Tag über nicht verloren, nur Shogo war des öfteren etwas panisch. Er kommt mit Achterbahnen nicht so gut klar. Oder mit Höhen. Aber er war äußerst tapfer und hat alles mitgemacht! Ein Pluspunkt des “im Winter einen Freizeitpark besuchens”: es ist wenig los. Wir haben nie länger als 50 Minuten angestanden.

Die nächste Bahn sollte eigentlich Dodonpa sein, die Hochgeschwindigkeitsbahn. Wir standen etwa 20 Minuten an, als die Bahn Schwierigkeiten gemacht hat und kurzzeitig geschlossen wurde. Dafür bekamen wir aber einen FastPass, der es uns später erlauben würde, einfach durchzugehen ohne warten zu müssen.
Danach sind wir glaube ich auf die Takabisha; die Achterbahn mit dem steilsten Gefälle. Durch eine 90° Auffahrt und das Gefälle sieht sie aus wie ein riesiges R. Fairerweise muss man aber dazu sagen: das Gefälle ist nicht alles an der Bahn. Sie ist unglaublich gut gemacht! Das R ist auch nicht gleich zu Beginn, davor hat man erstmal eine Wahnsinnsfahrt, die am Anfang durchs Dunkle geht. Das war unglaublicher Spaß, bei der Auffahrt am R hab ich aber die Augen zugemacht, weil ich das auf dem Rücken liegen nicht so gut vertrage. Leider hab ich dann am Überhang die Augen nicht aufgemacht, was mich im Nachhinein ein wenig ärgert. Man hängt mit dem Wagen einige Sekunden auf der leichten Abfahrt des R und kann den Blick nach unten genießen, bevor es dann in das richtig steile Gefälle geht. Das Gefühl ist der Wahnsinn und der Blick… naja :D
Danach ging es glaube ich auf Eejanaika, den 4th-Dimension Coaster. Ihr wisst nicht, was das  ist? Nicht schlimm, wusste ich bis gestern auch nicht. 4th-Dimension bedeutet, dass der Achterbahnsitz in sich selbst nochmal drehbar ist, so dass der Blickwinkel verändert werden kann. Und das ist… wow. Verrückt. Und ehrlich gesagt nicht so mein Fall. Was allerdings auch an der Bahn liegen kann. Aber langsam.
Man muss seine Schuhe ausziehen, um auf die Bahn zu dürfen, was im Winter jetzt nicht so toll war. Was nimmt man aber nicht alles auf sich. Man steigt mit dem Rücken zur Fahrtrichtung in die Bahn ein und dann werden Unmengen an Sicherheitsgurten agelegt. Erst einer um Hüften, dann von beiden Seiten über die Schultern; das wird dann nochmal mit einem Gurt über die Brust gesichert. Dann wird von oben noch ein Sicherheitssystem runtergedrückt, so dass man sich nicht aus dem Sitz heben kann und DAS wird dann nochmal mit einem Gurt unten am Sitz befestigt. Das klingt jetzt vielleicht übertrieben, aber glaubt mir: ihr seid verdammt froh drum. So wie der Sitz gedreht wird, braucht man das Zeug. Es ging dann recht gemütlich los mit ein paar Drehung und einer Kippund des Sitzes nach vorne Richtung Schienen. Dann ging es rückwärts den Berg hoch. Lange. Und da man sich im Sitz nicht bewegen kann, kann man sich auch nicht umdrehen, um nachzuschauen. Oben ging es dann eine recht gemütliche Senkung runter zum nächsten Gipfel und ab da wurde es verdammt verrückt. 90° Gefälle, du schaust auf die Schienen und ab da weiss ich nicht mehr so richtig, was passiert ist. Ich hab mir die Seele aus dem Leib geschrieen, weil mit der Drehung des Sitzes die abartigsten Blickwinkel auf die Bahn möglich sind und dank der vielen Kurven, Drehungen, Inversionen und was weiss ich wurde ich ganz schön hin-und hergeschleudert. Das ist wohl auch der Grund, warum ich die Bahn nicht mag: ich finde sie unkomfortabel und rau. Definitiv ein Erlebnis, aber ich wollte sie kein zweites Mal fahren. Da war ich mir mit Natsumi sehr einig. Wir saßen nebeneinander und als die Fahrt vorbei war und wir abgebremst wurden, war es neben mir sehr leise. Viel zu leise. Da fiel mir auch auf, dass es während der Fahrt komplett still neben mir gewesen war – und aus eigener Erfahrung weiss ich, dass das kein gutes Zeichen ist. Also hab ich versucht, sie anzuschauen, hab die Hand rübergestreckt und sie gefragt, ob alles okay ist. Sie hatte während der Fahrt ziemliche Angst gehabt und konnte die Augen nicht aufmachen und es hat ihr nicht gefallen, kam dann heraus. Zuerst dachte ich, sie würde anfangen zu weinen, weil sie wirklich geschockt aussah, aber sie hat sich erstaunlich schnell gefangen. Da wir beide recht fertig waren, haben wir uns an den Händen gehalten, bis wir dann endlich raus konnten. Miri war absolut begeistert, Yosuke auch, Nate fand die Bahn auch ganz gut und Shogos Urteil gilt irgendwie nicht. Wir blieben aber bei unserem Urteil, dass wir kein zweites Mal fahren.

Der Tagesablauf ist mir nicht mehr so ganz im Kopf (zu viel Adrenalin), aber nach dieser Bahn sind wir Richtung Haunted House gelaufen. Auf dem Weg dorthin sind wir noch auf eine Wasserachterbahn, weil man dort nicht anstehen musste. Die Fahrt war nicht sehr spektakulär; das schönste ist, dass man in einem geschlossenen Boot sitzt und nicht nass werden kann. Man fährt einen Berg hinunter und am Ende dieses Berges taucht man so tief und fest in das Wasser ein, dass man im Boot ganz schön nach vorne geschleudert wird und eine Welle produziert wird, die in einem wunderhübschen Bogen 10 Meter weit bis auf den Betonplatz spritzt. Bei schönem Wetter werden dort sicherlich einige Leute sehr nass. :D
Wir waren ebenfalls noch auf einem Free Fall Tower – ich hasse und ich liebe die Dinger zur gleichen Zeit. Der hier war doch gut 40 Meter hoch und man hatte wunderbaren Ausblick. Sie haben einen auch ziemlich lange warten lassen, bis man gefallen ist. Aber sehr lustig.

Nun zum Haunted House: Es ist eines der gruseligsten der Welt und hat Platz in einem verlassenen Krankenhaus. Es gibt auch keine Bahn, die hindurch führt, sondern man läuft. Wir mussten fast eine Stunde warten, bis wir rein durften. Zu Beginn gab es eine Einführung von einer Krankenschwester im blutverschmierten Kittel, dann ging es in einen kleinen Raum, in dem uns ein kurzer Horrorfilm gezeigt wurde, wie das Krankenhaus zu einem von Zombies besetzten Ort wurde. Weiter ging es in eine kleine Kammer, in der Fotos gemacht wurden. Hier gab es den ersten, kleinen Schock, damit die Fotos besser werden. Dann wurden wir in das Krankenhaus entlassen. Es gab Pfeile, die den Weg wiesen und darum war ich auch ganz froh. Und dann habe ich fast den ersten Zombie verpasst. Ich hatte meine ganze Konzentration nach vorne gerichtet und auf einmal hab ich jemanden kreischen hören, irgendetwas oder irgendjemand hat sich schmerzhaft in meinen Arm gekrallt, Miri schießt an mir vorbei und als ich mich umdrehe, steht hinter mir ein Zombie. Zum Glück schon ein paar Meter weg, aber pfüh! Danach hatte ich panische Angst, letzte in der Gruppe zu sein und habe mich immer wieder umgeschaut.
Das Haunted House ist wahnsinnig gut hergerichtet: man schaut um eine Ecke, sieht einen Flur mit vielen Türen runter und denkt sich: das ist eine äußerst schlechte Idee. Man überlebt den Flur, kommt in Räume, die mit Vorhängen abgetrennt sind, macht sich beinahe in die Hose vor den Gestalten auf den Betten und dann, ja dann kommt man in einen engen, dunklen Flur, vollgestellt mit Wägen voller Zeugs. Auch das überlebt man, ohne vor Angst zu sterben und dann generiert Nate, der vorne geht, den schlimmsten Gruselmoment selbst, indem er gegen das von der Decke hängende Schild mit dem Pfeil läuft und hysterisch anfängt zu schreien, was die ganze Gruppe in helle Panik versetzt. Anschließend Lachen, aber erst Panik.
Die Runde durch das Krankenhaus dauert etwa 40 Minuten; es gibt Notausgänge, für die, die es nicht mehr aushalten. Die Akteure, alle wahnsinnig gut als Zombies verkleidet, sind sporadisch eingesetzt – die Deko nimmt schon viel Gruselarbeit ab! -, aber unglaublich gut. Was bedeutet, dass man sich bei jedem Akteur beinahe ins Hemd macht vor Angst. Vor allem, weil sie einem nachlaufen. Brrr. Beste Szene: du betrittst einen Raum, recht übersichtlich, du denkst dir: ach ja, geht ja. Dann bemerkst du, dass hinten, direkt vorm Ausgang, etwas auf einem Schaukelstuhl sitzt und schaukelt. Du hoffst, dass es eine Puppe ist, aber dir ist klar: damit kommst du nicht durch. Also gehst du langsam durch den Raum, krallst dich schon panisch an deiner Nachbarin fest. Du bist fast an der Türe, als der Zombie auf gruseligste Art und Weise aus seinem Schaukelstuhl aufspringt. Du schreist und begehst mit deiner Freundin einen großen Fehler: Anstatt vorwärts zu rennen, weichst du zurück. Zack bist du von der Gruppe getrennt und der Zombie hat sein Ziel erreicht. Da standen also Miri und ich, völlig panisch aneinander gekrallt. Und in diesem Moment beweist ausgerechnet Shogo den größten Mut: er kommt zu uns zurück. Am Zombie vorbei. Er holt uns und wir rennen schreiend am Zombie vorbei durch die Tür.
Es gab noch einige erwähnenswerte Szenen: Nate, der versucht Natsumi durch eine Tür zu tragen, während sie sich am Türrahmen festkrallt; ein Faden, der mir ins Gesicht schlägt, als wir durch einen Flur laufen (Schreianfall); eine Metallstange, die irgendwo dagegen schlägt und Nate so erschreckt, dass er zwei Meter nach links gegen die nächste Wand springt, während Natsumi schreiend auf den Boden fällt. Und so weiter.
Die Tour ist so riesig und so gut gemacht, dass ich immer noch keine Ahnung habe, wie viele Etagen das Krankenhaus eigentlich hat und wo wir überall lang sind. Nur eines steht fest: Treppen sind sicheres Gelände.

Nach dem Haunted House sind wir in eine weitere Attraktion, in der man in Zweier- oder Dreierteams Aufgaben lösen muss. Es gibt mehrere Level, die man alle durchstehen muss. Klingt ganz interessant, allerdings sind die Rätsel so schwer, dass wir alle direkt zu Anfang gescheitert sind. Dafür haben sich die 50 Minuten Anstehen leider nicht gelohnt.
Hiernach gab es Essen bei Mo’s Burger und wir sind endlich auf die Dodonpa gekommen. Nicht Anstehen müssen hat die Sache noch schöner gemacht. Ich saß mit Miri in der zweiten Reihe und los ging es. Erstmal gemütlich um eine Kurve gefahren und dann auf die gerade, übertunnelte Strecke, auf der man abgeschossen wird. Man verbringt einige bange Sekunden, bis der Countdown beginnt. Da ich schon Erfahrung mit der Blue Fire gemacht hab, hab ich bei eins eingeatmet, was die Sache wesentlich angenehmer macht. Miri wusste das nicht und hat absichtlich ausgeatmet. Problem: Wenn du in 1,8 Sekunden von 0 auf 172 km/h beschleunigt wirst, ist Atmen nicht drin. Die Fahrt ist super, sehr schnell (haha) und hat einige gute Kurven und Berge drin. Kurzer Schockmoment: ich hab die Arme hochgerissen und habe unglaublichen Spaß, als wir über einen Berg katapultiert wurden. Und in diesem Moment wurde ich dank Fliehkräften ein ganzes Stück aus meinem Sitz gehoben (kein Sicherheitssystem, das über die Schulter geht, sondern nur an den Hüften). Aus meinen Freudenschreien wurden kurzzeitig Panikschreie, aber ich habs überlebt. Ich glaube auch nicht, dass ich hätte rausfallen können, aber mit Festhalten ist man an dieser Stelle doch gut bedient. Aber das wäre ja langweilig.
An diesem Punkt des Tages waren wir schon alle ziemlich müde. Ich habe gemerkt, dass wegen der anstrengenderen und spannenderen Fahrten ich sehr viel fertiger bin, als das in deutschen Vergnügungsparks der Fall ist. Es war auch schon dunkel, damit sehr viel kälter und wir diskutierten also, was wir als nächstes tun sollten. Miri wollte nochmal auf eine große Fahrt, aber irgendwie waren wir alle recht entscheidungsunfreudig. Schließlich sind wir auf Pizza-la (ja, es heißt echt so). Da ist ein riesiger Ring, an dem man außen sitzt. Über-Schulter-Gurte versprachen Spaß – und den bekamen wir. Shogo war hier nicht dabei, weil er Nackenschmerzen hatte. Der Boden klappte nach innen ein, das Ras bewegte sich leicht zur Seite – und im nächsten Moment befanden wir uns schon gut 15 Meter über dem Boden. Das Rad ist wie eine riesige Schiffschaukel konzipiert,  nur dass es sich dabei noch dreht. Es geht auch gut über den 90° Winkel zum Boden hinaus, was noch viel mehr Spaß macht. Fazit: es war super, aber unfassbar kalt. Meine Hände waren abgefroren danch. Handschuhe mitzunehmen wäre ja auch zu viel Gepäck gewesen…
Wir haben also Shogo nochmal aufgesammelt, waren auf einem Karussel mit Pferden (ich habe keine Ahnung, wie man die nennt) und diesmal – ja liebster Freund, das ist an dich gerichtet! – hatte ich ein Pferd, das hoch und runter ging! So. :P
Anschließend wollten wir eigentlich Eis laufen gehen. Die Bahn war riesig und wunderschön angelegt mit beleuchteten Bäumen. Ein Augenschmaus. Leider war die Schlittschuhmiete aber sehr hoch, also haben wir das gelassen. Da es schon 10 Minuten vor Parkschluss waren, haben wir es “call it a day” genannt und Schluss gemacht. Wir haben den Park verlassen, Miri und ich haben uns noch einen Crepe geholt und wir sind durch “La ville de Gaspard et Lisa” gelaufen. Süß angelegt und außerdem gab ein zwei animierte Kurzfilme; einer hat ein wenig durch Paris geführt und der andere war einfach nur zuckersüß. Da wir zwischendurch einen angeschalteten Heizpilz gefunden haben, war uns sogar recht warm. Nach den Filmchen sind wir Richtung Busstation und dort ins Cafe. Wir haben noch Postkarten gekauft und dann einfach nur da gesessen und gewartet, bis der Bus kam. Auf dem Rückweg habe ich mit nur kurzen Unterbrechungen durchgeschlafen und als Miri mich in Shinjuku geweckt hat, sah ich aus wie der König der Zombies. Ringe unter den Augen und irgendwie zerknautscht. Zudem hatte ich noch Nackenschmerzen. Ein paar Schlucke kaltes Wasser haben mich wieder unter die Lebenden gebracht (Miris Kommentar: “Du hast ja Augen!”) und die Kälte beim Aussteigen sowieso. Zusammen sind wir dann in die Yamanote-Line eingestiegen und zurück nach Shibuya gefahren. Dort haben sich alle Wege getrennt, aber wir waren uns einig, dass der Tag super war. Miri und ich wollten eigentlich noch Brot kaufen, allerdings war uns nicht klar, dass kurz vor Ladenschluss das Angebot wohl nicht mehr sehr groß sein würde. Immerhin haben wir eins rausgefunden: Im Gegensatz zu vielen deutschen Bäckereien reduzieren japanische nicht das Essen vor Ladenschluss.
Wir haben den Local heimgenommen; die längere Fahrt war uns egal, wir wollten einfach nur sitzen. Zu Hause hab ich dann nur noch kurz Emails gecheckt, was Kleines gegessen und nach Abschminken und Zähne putzen war ich noch im Ohuro, dem heißen Bad. Nach dem langen, anstrengenden, kalten Tag einmal mit über 40° heißem Wasser komplett durchgewärmt zu werden, ist wundervoll. Und hilft beim Einschlafen! Um 23.00 Uhr war mein Tag also zu Ende, aber er hat sich absolut gelohnt!

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