Das Abenteuer beginnt

Am 09.09.14 sind Lukas und ich in Japan angekommen – nach einem schier endlosen Flug. Gestartet sind wir am 08.09. in München. Von dort aus ging es in einem sechsstündigen Flug nach Abu Dhabi, wo wir eine Zwischenlandung und einen kurzen Aufenthalt hatten. Obwohl es schon 21.00 Uhr war, als wir angekommen sind, waren es immer noch 40° Außentemperatur und man konnte kaum atmen auf dem Rollfeld.  Mit einer recht kurzen Wartezeit ging es dann weiter: Jetzt kam der Zehn-Stunden-Flug nach Tokyo. Ich war unglaublich müde und wollte den Großteil des Fluges verschlafen, weil ich in der Nacht vor dem Abflug kaum geschlafen hatte, aber es sollte nicht sein. Also war ich die meiste Zeit wach und habe die Japaner bewundert, die in den unmöglichsten Haltungen tief und fest den ganzen Flug bis auf das Essen verschlafen haben. Wirklich beneidenswert.
Um 13.10 Uhr Ortszeit Tokyo sind wir dann endlich gelandet. Wir hatten vom Flugzeug aus schon den berühmten Fuji bestaunen können und waren jetzt wirklich gespannt, was dieses Land uns bringen würde. Zunächst: die Einreiseprozedur. Brav in Reih und Glied haben wir gewartet, bis wir an den Schalter gerufen wurden. Alle Dokumente gecheckt und okay, Foto gemacht und die Residential Card (eine Art Personalausweis auf Zeit) ausgehändigt bekommen. Nervös wie ich war, bin ich dem guten Mann dann schon weggelaufen, bis er mich zurückgerufen hat – er hatte ja noch meinen Reispass…
Nachdem wir das sowie die Gepäckabholung hinter uns gebracht haben durften wir raus. Da wir den Shuttle Bus zu unseren Wohnheimen in Anspruch nehmen wollten, haben wir den Treffpunkt gesucht und waren ein wenig verzweifelt, weil niemand da war. Im Endeffekt waren wir nur ein bisschen zu früh und haben dann doch alle Leute gut gefunden. Nachdem wir draußen schon beinahe in den falschen Bus eingestiegen wären, ging es dann endlich los Richtung Tokyo. Es war wieder eine lange Fahrt, aber wir haben einiges von Bus aus gesehen und mir war sofort klar, dass man Toyko mit keiner anderen europäischen oder amerikanischen Großstadt vergleichen kann. Nach zweieinhalb Stunden kamen wir dann endlich an meinem Dorm an; die Schlüssel für die Zimmer wurden ausgeteilt und wir bekamen einige erste Regeln erklärt. Von Anfang an war klar, dass ich kein Wort von dem verstehe, was die Japaner auf japanisch sagen. Frustrierend, aber ich war so müde, dass es mir egal war.
Die Zimmer sind schön und geräumig; jeder hat eine etwas andere Ausstattung und ich gehöre zu den Glücklichen mit einem Kühlschrank! Wir haben alle zusammen zu Abend gegessen und ich bin um 0.00 Uhr ins Bett gegangen und habe sofort geschlafen trotz Straßenlärm.